Das Kremser Startup warrify will mit seiner App das physische Sammeln von Rechnungen und Garantien obsolet machen. Mit der App wird es möglich, Rechnungen durch Abfotografieren digital aufzubewahren und die Garantie mit nur einem Klick in Anspruch zu nehmen.

„warrify ist ein Vorzeigeprojekt der Niederösterreichischen Spin-off-Strategie“, erklärt Technologielandesrätin Petra Bohuslav: „Diese wurde aufgesetzt um das kreative Potenzial Niederösterreichs bestmöglich in zukunftsweisende, unternehmerische Tätigkeiten umzusetzen.“ Eines der Best Practice Beispiele der Spin-off-Strategie ist der „Creative Pre-Incubator (CPI)“. Dieser setzt bereits bei den Studierenden der niederösterreichischen Fachhochschulen an und wurde vom Hightech-Inkubator accent gemeinsam mit den Niederösterreichischen Fachhochschulen entwickelt um Studierende bei den ersten Schritten ins Unternehmertum zu begleiten.

Das Team von warrify begann 2018 im CPI-Programm des IMC-Krems und wurde Anfang 2019 vom Inkubator des Landes NÖ, dem accent-Gründerservice, in die weiterführende Betreuung übernommen. „Die Zielsetzung des accent liegt in der bestmöglichen Unterstützung von technologiegetriebenen Startups“, erklärt accent-Geschäftsführer Michael Moll: „In maßgeschneiderten Workshops mit Experten aus den unterschiedlichsten Fachbereichen sowie durch internationale Kooperation, wie z.B. mit dem CERN-Forschungszentrum, werden die Start-ups fit für den Markt gemacht. Ziel ist es die Hidden Champions von morgen zu unterstützen“.

Durch die durchgängige Unterstützung des CPI und des Inkubators accent konnte die App im heurigen Frühjahr online gehen und ist jetzt auch in den App-Stores von Apple und Google erhältlich.

Das vierköpfige Team arbeitet derzeit intensiv an der weiteren Produktentwicklung. Diese beinhaltet Funktionen wie die Erinnerung an ablaufende Garantien oder die Auffindung bester Angebote von Händlern in der Nähe für komplementäre oder Ersatz-Produkte. Außerdem soll auch bald eine Garantieverlängerung oder der Kauf und Verkauf von gebrauchten Elektrogeräten per Knopfdruck möglich sein. Als Partner will man dafür Elektronikfachhändler, Versicherungen und Hersteller gewinnen. „Man kann warrify als digitale Kundenkarte verstehen, die nicht nur für einen Hersteller gilt, sondern für ein Netzwerk an Partnern“, erklärt CEO Enzo Duit.

Am 9. April trat das Start-up auch in der Puls4-Show „2Minuten 2 Millionen“ an, wo drei Investoren von der Idee überzeugt werden konnten.